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Molecular AI Engine · 20.10.2026 · 5 Min.

Parameter je Element, nicht je Stoffklasse

Einen neuen Werkstoff zu simulieren heißt meist: an frischen Messdaten nachkalibrieren. Unsere Molecular AI Engine soll diesen Schritt überflüssig machen.

In der industriellen Praxis werden Simulationsmodelle für neue Stoffklassen häufig an zusätzlichen Messdaten nachkalibriert – Dichte, Enthalpie, Viskosität –, bevor man ihnen trauen kann. Jede neue Klasse wiederholt den Zyklus.

Die Molecular AI Engine geht einen anderen Weg: Ihre Parameter werden je chemischem Element aufgebaut, nicht je Stoffklasse. Fünf Zahlen wurden einmalig geeicht, an Ethan, Butan und Polyethylen. Torsionsverlauf, Bindungswinkel und Kristallgitter werden nicht eingegeben – sie ergeben sich.

Erste interne Ergebnisse sind ermutigend: Das Modell baut die Polyethylen-Kristallzelle selbst auf, mit 1–2 % Abweichung, und trifft die Kettenschraube von Polypropylen auf 0,3 % genau – ohne eine einzige neue Zahl. Kohlenstoff und Wasserstoff sind heute abgedeckt; Stickstoff und Sauerstoff sind in Arbeit.

Das Verfahren steht am Anfang, und das sagen wir offen. Deshalb prüfen wir es gemeinsam mit Industriepartnern blind gegen reale Messwerte – die einzige Evidenz, die zählt.

PANTAREON

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