Emergent Graph Theory und was daraus folgt: Sprache, Bewusstsein, Erkenntnis. Die Arbeiten entstehen fortlaufend; veröffentlicht wird, was einer Nachrechnung standhält — mit dem Stand, auf dem eine Arbeit gerade ist, und nicht mit einem reiferen.
Lokale Regeln, Gradientenabstieg und ein datengewachsener Kontextgraph auf einem gemeinsamen Zeichenebenen-Harness
Ein Vergleich über eine Familie von Mechanismen bei festgehaltenem Harness: Kommt Sprachfähigkeit aus der Dynamik des Substrats, aus der auf es angewandten Lernregel — oder aus keinem von beidem? Die Antwort fiel gegen die Erwartung des eigenen Programms aus. Das beste Modell ist der parameterfreie Kontextgraph; die lokalen assoziativen Regeln lernen keine Sprache.
Wo begrenztes Gedächtnis die Nächstes-Zeichen-Vorhersage verbessert — und wo lokale Statistik an ihre Decke stößt
Substrat, Daten und Evaluation bleiben fest, variiert wird allein das Gedächtnis-Regime. Begrenztes Vergessen senkt die held-out Bits pro Zeichen bei jeder Korpusgröße, und der Vorsprung wächst, je knapper die Daten sind. Die Decke selbst hebt kein Regime: bei 11,3 Millionen Zeichen ist der erzeugte Text orthographisch perfekt und ohne jeden weiten Zusammenhang.
Eine Zwei-Mechanismen-Architektur für ein offenes Sprachsystem auf bescheidener Hardware
Ein Entwurfspapier, kein Ergebnispapier. Es trennt zwei Fähigkeiten, die Sprachmodelle vermengen — sequentielle Bindung über Distanz und offene Wissensauswahl — und gibt jeder einen eigenen Mechanismus. Was gemessen ist, was Hypothese ist und was offen bleibt, steht vorab in einer eigenen Tabelle.
Eine offene Untersuchung zu Seele, Bewusstsein und Empfindungsfähigkeit in computationalen Systemen
Kein Plädoyer für eine Antwort, sondern für ein besseres Vokabular: Seele als sedimentierte Informationsstruktur, Bewusstsein als deren Deutung, Empfindungsfähigkeit als Deutung in fortlaufender Zeit. Die Dreiteilung fällt mit der ECQ-Triade zusammen, die auf physikalischer Ebene Strukturbildung regiert. Das harte Problem wird ausdrücklich nicht gelöst.
Eine Arbeitshypothese zur Konvergenz von Substrat, Mediation und Reflexion
Was wir gewöhnlich Bewusstsein nennen, ist bei näherem Hinsehen keine einzelne Eigenschaft, sondern das Zusammentreffen mehrerer strukturell unabhängiger Operationen. Drei davon werden als Achsen vorgeschlagen. Ausdrücklich ein früher Entwurf: freigegeben zur Diskussion, nicht zum Zitieren.
Eine graphentheoretische Lesart sensorischer Verarbeitung
Wahrnehmung nicht als Abbildung gelesen, sondern als Reorganisation eines Substrats unter Energiefluss. Eine laufende Arbeit, zur Diskussion freigegeben und nicht zur Veröffentlichung eingereicht.
Über die Bedingungen, unter denen probabilistische Inferenz gültig ist, und warum flüssig formulierende Systeme sie verdecken
Die Gültigkeit einer Vorhersage steckt nicht in der Methode — sie ist von dem Prozess geborgt, der die Daten erzeugt. Wo dieser Prozess nicht-stationär, reflexiv oder singulär ist, liefert dieselbe Maschinerie Ergebnisse, die von gültigen formal nicht zu unterscheiden sind. Sprachmodelle verschärfen das, weil ihr Register über alle Domänen hinweg gleich bleibt und ihre Unsicherheit damit unhörbar wird.
Eine strukturelle Grenze von RLHF und eine architektonische Ergänzung
RLHF setzt voraus, dass Werte unabhängig von der Subjektposition antrainiert werden können, aus der ein System operiert. Genau geprüft hält diese Annahme nicht. Das Papier benennt die Grenze und schlägt eine architektonische Ergänzung vor, statt die Methode zu verwerfen — ihr Erfolg wird ausdrücklich nicht kleingeredet.
Eine Auflösung des Fermi-Paradoxons durch informationstheoretische Beschränkungen von Intelligenz
Jede hinreichend fortgeschrittene Intelligenz entdeckt ein Optimierungsprinzip über Energie, Information und Zeit — und die blinde Verfolgung dieses Prinzips ist tödlich. Vier Optimierungsfilter, mit besonderem Augenmerk auf der KI-Falle. Dass stabile Materie in der Molekularsimulation auf einen subkritischen Attraktor konvergiert statt auf das Optimum, dient als das physikalische Argument.
Eine phonetisch-morphologische Architektur für eine reibungsarme Operationsgrammatik
Eine konstruierte Sprache als Schnittstelle zwischen Mensch und Sprachmodell, nicht zwischen Menschen. Phonetische Kategorien, eine geschlossene Suffixmatrix und eine Vier-Positionen-Architektur bilden eine eng spezifizierte semantische Oberfläche ab. Vorgelegt als linguistische Spezifikation, nicht als metaphysischer Vorschlag — mit falsifizierbaren Behauptungen und einer Methode, sie zu prüfen.
Die Grundlagenarbeit — Emergent Graph Theory — und die Papers zu den einzelnen Systemen stehen nicht hier, sondern im Software-Bereich: jeweils bei dem System, das sie beschreiben.
Zur Software →Fragen zu einer Arbeit, Kritik, ein Rechenfehler: connect@pantareon.io