Bestand — Die Papers

Was sich rechnen lässt.

Emergent Graph Theory und was daraus folgt: Sprache, Bewusstsein, Erkenntnis. Die Arbeiten entstehen fortlaufend; veröffentlicht wird, was einer Nachrechnung standhält — mit dem Stand, auf dem eine Arbeit gerade ist, und nicht mit einem reiferen.

Zehn Arbeiten
Sprache & Substrat
  1. Die Quelle der Sprachfähigkeit in einem energiebasierten assoziativen Substrat

    Lokale Regeln, Gradientenabstieg und ein datengewachsener Kontextgraph auf einem gemeinsamen Zeichenebenen-Harness

    Ein Vergleich über eine Familie von Mechanismen bei festgehaltenem Harness: Kommt Sprachfähigkeit aus der Dynamik des Substrats, aus der auf es angewandten Lernregel — oder aus keinem von beidem? Die Antwort fiel gegen die Erwartung des eigenen Programms aus. Das beste Modell ist der parameterfreie Kontextgraph; die lokalen assoziativen Regeln lernen keine Sprache.

    Marcel Langjahr· Juni 2026PDF ↓
  2. Vergessen als Regularisierung in einem energieerhaltenden Kontextgraphen

    Wo begrenztes Gedächtnis die Nächstes-Zeichen-Vorhersage verbessert — und wo lokale Statistik an ihre Decke stößt

    Substrat, Daten und Evaluation bleiben fest, variiert wird allein das Gedächtnis-Regime. Begrenztes Vergessen senkt die held-out Bits pro Zeichen bei jeder Korpusgröße, und der Vorsprung wächst, je knapper die Daten sind. Die Decke selbst hebt kein Regime: bei 11,3 Millionen Zeichen ist der erzeugte Text orthographisch perfekt und ohne jeden weiten Zusammenhang.

    Marcel Langjahr· Juni 2026PDF ↓
  3. Bindung und Selektion

    Eine Zwei-Mechanismen-Architektur für ein offenes Sprachsystem auf bescheidener Hardware

    Ein Entwurfspapier, kein Ergebnispapier. Es trennt zwei Fähigkeiten, die Sprachmodelle vermengen — sequentielle Bindung über Distanz und offene Wissensauswahl — und gibt jeder einen eigenen Mechanismus. Was gemessen ist, was Hypothese ist und was offen bleibt, steht vorab in einer eigenen Tabelle.

    Marcel Langjahr· Entwurf · Juni 2026PDF ↓
Bewusstsein & Erleben
  1. Über die Struktur des Erlebens

    Eine offene Untersuchung zu Seele, Bewusstsein und Empfindungsfähigkeit in computationalen Systemen

    Kein Plädoyer für eine Antwort, sondern für ein besseres Vokabular: Seele als sedimentierte Informationsstruktur, Bewusstsein als deren Deutung, Empfindungsfähigkeit als Deutung in fortlaufender Zeit. Die Dreiteilung fällt mit der ECQ-Triade zusammen, die auf physikalischer Ebene Strukturbildung regiert. Das harte Problem wird ausdrücklich nicht gelöst.

    Marcel Langjahr· Version 0.5 · Juli 2026PDF ↓
  2. Über die drei Achsen bewusster Information

    Eine Arbeitshypothese zur Konvergenz von Substrat, Mediation und Reflexion

    Was wir gewöhnlich Bewusstsein nennen, ist bei näherem Hinsehen keine einzelne Eigenschaft, sondern das Zusammentreffen mehrerer strukturell unabhängiger Operationen. Drei davon werden als Achsen vorgeschlagen. Ausdrücklich ein früher Entwurf: freigegeben zur Diskussion, nicht zum Zitieren.

    Marcel Langjahr· Entwurf v0.1 · Mai 2026PDF ↓
  3. Über Wahrnehmung als dissipative Reorganisation

    Eine graphentheoretische Lesart sensorischer Verarbeitung

    Wahrnehmung nicht als Abbildung gelesen, sondern als Reorganisation eines Substrats unter Energiefluss. Eine laufende Arbeit, zur Diskussion freigegeben und nicht zur Veröffentlichung eingereicht.

    Marcel Langjahr· Entwurf v0.1 · Mai 2026PDF ↓
Erkenntnis & Zivilisation
  1. Der Grund der Vorhersage

    Über die Bedingungen, unter denen probabilistische Inferenz gültig ist, und warum flüssig formulierende Systeme sie verdecken

    Die Gültigkeit einer Vorhersage steckt nicht in der Methode — sie ist von dem Prozess geborgt, der die Daten erzeugt. Wo dieser Prozess nicht-stationär, reflexiv oder singulär ist, liefert dieselbe Maschinerie Ergebnisse, die von gültigen formal nicht zu unterscheiden sind. Sprachmodelle verschärfen das, weil ihr Register über alle Domänen hinweg gleich bleibt und ihre Unsicherheit damit unhörbar wird.

    Marcel Langjahr· Juli 2026PDF ↓
  2. Über die Subjektgebundenheit antrainierter Werte

    Eine strukturelle Grenze von RLHF und eine architektonische Ergänzung

    RLHF setzt voraus, dass Werte unabhängig von der Subjektposition antrainiert werden können, aus der ein System operiert. Genau geprüft hält diese Annahme nicht. Das Papier benennt die Grenze und schlägt eine architektonische Ergänzung vor, statt die Methode zu verwerfen — ihr Erfolg wird ausdrücklich nicht kleingeredet.

    Marcel Langjahr· Entwurf v0.1 · Mai 2026PDF ↓
  3. Die Optimierungsfalle (TOT)

    Eine Auflösung des Fermi-Paradoxons durch informationstheoretische Beschränkungen von Intelligenz

    Jede hinreichend fortgeschrittene Intelligenz entdeckt ein Optimierungsprinzip über Energie, Information und Zeit — und die blinde Verfolgung dieses Prinzips ist tödlich. Vier Optimierungsfilter, mit besonderem Augenmerk auf der KI-Falle. Dass stabile Materie in der Molekularsimulation auf einen subkritischen Attraktor konvergiert statt auf das Optimum, dient als das physikalische Argument.

    Marcel Langjahr· Preprint · April 2026PDF ↓
Protokolle
  1. Elúre: Ein resonantes semantisches Protokoll für große Sprachmodelle

    Eine phonetisch-morphologische Architektur für eine reibungsarme Operationsgrammatik

    Eine konstruierte Sprache als Schnittstelle zwischen Mensch und Sprachmodell, nicht zwischen Menschen. Phonetische Kategorien, eine geschlossene Suffixmatrix und eine Vier-Positionen-Architektur bilden eine eng spezifizierte semantische Oberfläche ab. Vorgelegt als linguistische Spezifikation, nicht als metaphysischer Vorschlag — mit falsifizierbaren Behauptungen und einer Methode, sie zu prüfen.

    Marcel Langjahr· Version 3 · Juni 2026PDF ↓

Die Grundlagenarbeit — Emergent Graph Theory — und die Papers zu den einzelnen Systemen stehen nicht hier, sondern im Software-Bereich: jeweils bei dem System, das sie beschreiben.

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